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Life360: Kosten, Datenschutz und Alternativen

Was kostet Life360 in Deutschland, was sagt der Anbieter zum Umgang mit Standortdaten – und welche Alternativen gibt es? Ein ehrlicher Überblick über Abo-Stufen, Datenschutz-Einstellungen und Optionen von Google Family Link bis KidInspector.

Hände halten ein Smartphone mit geöffneter Kartenansicht

Life360 ist eine Familien-App, mit der Sie in einem gemeinsamen „Kreis“ den Standort teilen. Die Grundversion ist kostenlos, mehr Standortverlauf und zusätzliche Funktionen gibt es im Abo – auf der deutschen Preisseite heißen die Stufen Silber und Gold. Beim Datenschutz lohnt ein genauer Blick, denn Life360 sagt selbst, dass Werbung das kostenlose Angebot mitfinanziert.

Im Folgenden erfahren Sie, was die Life360 App kann, was sie kostet, was der Anbieter über den Umgang mit Daten sagt und welche Alternativen es gibt – von kostenlosen Bordmitteln bis zur Kindersicherung.

Mehr als nur ein Punkt auf der Karte

KidInspector zeigt Ihnen neben dem Standortverlauf auch Bildschirmzeit, besuchte Websites und installierte Apps – alles in einem Web-Dashboard. Die Demo öffnet sich ohne Registrierung.

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Was ist Life360?

Life360 ist eine App für iPhone und Android, mit der Familienmitglieder ihren Standort miteinander teilen. Alle, die teilen, bilden einen sogenannten Kreis. In der App sehen die Mitglieder des Kreises, wo die anderen gerade sind, und können sich zu gespeicherten Orten benachrichtigen lassen (Life360 nennt das Ortsmitteilungen). Dazu kommen Funktionen rund ums Autofahren, etwa eine Fahrsicherheitsübersicht für die Familie, und die Anbindung an Tile-Tracker für Schlüssel oder Taschen.

Wichtig für das Verständnis: Life360 ist in erster Linie eine Ortungs- und Sicherheits-App, keine Kindersicherung. Bildschirmzeit, Websites oder installierte Apps sehen Sie damit nicht. Wenn Sie genau das suchen, hilft Ihnen unser Überblick zur Kindersicherung auf dem Handy.

Laut Life360 ist die App in über 170 Ländern im App Store und in über 130 Ländern bei Google Play verfügbar. Der Anbieter weist außerdem darauf hin, dass es für Nutzer außerhalb der USA, Großbritanniens, Australiens, Neuseelands und Kanadas Einschränkungen bei den Mitgliedschaften gibt. Welche Funktionen in Deutschland genau verfügbar sind, sehen Sie am zuverlässigsten in der App selbst.

Was kostet Life360? Abo und Preise in Euro

Life360 bietet eine kostenlose Version und kostenpflichtige Mitgliedschaften an. Wir haben die deutsche Preisseite des Anbieters geprüft. Dort werden drei Stufen angezeigt:

StufeAngezeigter PreisWichtigste Leistungen laut Anbieter
Kostenlos0,00 €2 Tage Standortverlauf, 2 Ortsmitteilungen, Fahrsicherheitsübersicht für Familien, Tile-Anbindung
Silber5,99 €alles aus Kostenlos, 7 Tage Standortverlauf, 5 Orte mit unbegrenzten Ortsmitteilungen, Unfallerkennung
Gold9,99 €alles aus Silber, 30 Tage Standortverlauf, unbegrenzte Ortsmitteilungen, individuelle Fahrsicherheitsberichte

Die Preise stehen in der monatlichen Ansicht; wer jährlich zahlt, spart laut Life360 17 %. Für Silber und Gold wirbt der Anbieter mit einer siebentägigen Testphase. Laut der Preisseite gilt eine Mitgliedschaft für alle Familienmitglieder im Kreis – Sie zahlen also nicht pro Person.

Beachten Sie: Die Preise unterscheiden sich je nach Land deutlich. Auf der US-Seite heißen die Stufen ähnlich, kosten aber in Dollar mehr, und es gibt dort zusätzlich eine Platinum-Stufe mit Versicherungs- und Pannenhilfeleistungen, die auf der deutschen Seite nicht auftaucht. Maßgeblich ist der Preis, den Ihnen die App oder der App Store vor dem Abschluss anzeigt. Prüfen Sie dort auch, ob sich das Abo nach der Testphase automatisch verlängert und wie Sie kündigen.

Datenschutz bei Life360: Was sagt der Anbieter? (DSGVO)

Eine App, die dauerhaft Standorte von Kindern und Erwachsenen verarbeitet, sammelt besonders sensible Daten. Wir haben uns deshalb angesehen, was Life360 selbst auf seinen Seiten zu Vertrauen, Sicherheit und Datenschutz schreibt. Die vollständige Datenschutzerklärung ließ sich bei unserer Recherche nicht abrufen; die folgenden Punkte stammen aus den offiziellen Hilfe- und Infoseiten des Anbieters.

  • Standort teilen ist Ihre Entscheidung: Laut Life360 bestimmen Sie, wer Ihren Standort sieht, und können das jederzeit ändern.
  • Werbung finanziert die Gratisversion mit: Life360 schreibt, dass Werbung eine wichtige Rolle für die kostenlose Mitgliedschaft spielt.
  • Daten an Partner: Der Anbieter arbeitet nach eigenen Angaben mit ausgewählten Partnern zusammen, um Funktionen der App zu ermöglichen, etwa beim Erkennen von Autofahrten und Unfällen. Im Datenschutzbereich der App wird erklärt, wie Informationen verkauft oder weitergegeben werden.
  • Einstellungen zum Einschränken: In der App gibt es Datenschutz-Einstellungen, mit denen Sie die Weitergabe von Daten an Partner und personalisierte Werbung einschränken können. Life360 weist darauf hin, dass ein Widerspruch auf der Website nur dort gilt und die Weitergabe über die App separat in der App eingestellt werden muss.
  • Auskunft und Löschung: Über die Datenschutz-Einstellungen können Sie laut Anbieter Ihre gespeicherten Daten anfordern und Ihr Konto löschen.

Was heißt das für Sie? Wenn Sie Life360 nutzen, öffnen Sie gleich nach der Installation die Datenschutz-Einstellungen und schalten Sie die Weitergabe für Werbung und Partner ab, sofern Sie das nicht möchten. Die DSGVO gibt Ihnen das Recht, Auskunft über Ihre Daten zu verlangen und deren Löschung zu fordern – Life360 bietet dafür eigene Wege in der App an.

Unabhängig vom Anbieter rät die Initiative SCHAU HIN! dazu, Ortungsfunktionen bei Kindern nur in Absprache mit dem Kind zu nutzen, und warnt, dass lückenlose Überwachung dem Vertrauensverhältnis schadet. Sprechen Sie also mit Ihrem Kind darüber, warum Sie den Standort teilen und wer ihn sehen kann.

Rechtlicher Hinweis: Die Ortung eines anderen Erwachsenen ohne dessen Wissen und Zustimmung kann in Deutschland strafbar sein, etwa als Nachstellung nach § 238 StGB. Das Gesetz nennt den Einsatz eines Computerprogramms, dessen Zweck das digitale Ausspähen anderer Personen ist, ausdrücklich als besonders schweren Fall. Nutzen Sie Ortungs-Apps deshalb nur offen und mit Einverständnis.

Alternativen zu Life360

Nicht jede Familie braucht ein Abo für die Ortung. Je nachdem, welche Geräte Ihre Familie nutzt und ob Sie neben dem Standort auch die Handynutzung im Blick behalten möchten, passen andere Lösungen besser. Eine breitere Auswahl finden Sie in unserem Vergleich der besten Kindersicherungs-Apps, kostenlos und kostenpflichtig.

1. KidInspector: Kindersicherung mit Standortverlauf

Ideal für: Eltern, die nicht nur wissen möchten, wo das Android-Handy des Kindes war, sondern auch, wie es genutzt wird.

KidInspector ist eine Kindersicherung für Android-Handys, Windows-PCs und Macs. Sie sehen den Standortverlauf als Route auf der Karte (Android und Mac), die Zeit in Apps einschließlich Messengern auf Android, besuchte Websites, installierte Apps mit Installationsdatum, Screenshots sowie Anrufe und SMS auf Android. Apps und Websites lassen sich auf Android und Mac sperren, Websites auch unter Windows; Versuche, Gesperrtes zu öffnen, werden protokolliert. Alles verwalten Sie in einem Web-Dashboard. Installieren Sie KidInspector offen: Sagen Sie Ihrem Kind, dass die App installiert ist und warum.

Echter Screenshot des KidInspector-Demo-Dashboards: Standortverlauf eines Android-Handys als Route auf der Karte (Demodaten)

Preis: Single 79,99 $ pro Jahr für bis zu 3 Geräte, Family 89,99 $ pro Jahr für bis zu 10 Geräte – Details auf der Preisseite von KidInspector. Ein Konto zu erstellen ist kostenlos.

Vorteile: Standortverlauf plus Bildschirmzeit, Websites und App-Sperren in einem Werkzeug; deckt auch Windows-PC und Mac ab; Demo ohne Registrierung.

Nachteile: Kein iPhone; zeigt den Standortverlauf, keine Live-Ortung; keine kostenlose Version.

Handy, PC und Mac in einem Dashboard

Sehen Sie in der Demo, wie Standortverlauf, Website-Protokoll und App-Sperren zusammen aussehen. Ein Konto zu erstellen ist kostenlos.

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2. Google Family Link: Elternaufsicht für Android

Ideal für: Familien, in denen das Kind ein Android-Smartphone mit Google-Konto nutzt.

Mit Family Link richten Sie eine Elternaufsicht für das Google-Konto Ihres Kindes ein und können unter anderem den Standort des Geräts sehen und Familienorte mit Benachrichtigungen beim Ankommen und Weggehen anlegen. Voraussetzung ist laut Google ein Android-Gerät ab Version 6.0, ein Chromebook oder eine kompatible Fitbit; auf iPhone und iPad funktioniert die Elternaufsicht nicht. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Google Family Link.

Preis: Google nennt auf seinen Hilfeseiten keine Gebühren für Family Link.

Vorteile: Direkt von Google; Standort und weitere Elternfunktionen in einer App.

Nachteile: Für Kinder mit iPhone ungeeignet; der Standort wird nicht angezeigt, wenn das Gerät aus oder offline ist.

3. Apple „Wo ist?“ mit Familienfreigabe: Standort teilen im Apple-Haushalt

Ideal für: Familien, in denen alle ein iPhone, iPad oder einen Mac nutzen.

Über die Familienfreigabe teilen Sie Inhalte mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern, darunter auf Wunsch den Standort in der App „Wo ist?“. Dort helfen sich Familienmitglieder auch gegenseitig, verlorene Geräte zu finden. Jedes Mitglied kann das Teilen des Standorts jederzeit pausieren.

Preis: Teil der Apple-Geräte; Apple nennt für die Standortfreigabe keine Gebühren.

Vorteile: Direkt in iOS und macOS eingebaut; keine zusätzliche App.

Nachteile: Nur für Apple-Geräte; keine Android-Unterstützung.

4. Google Maps Standortfreigabe: Einfach und plattformübergreifend

Ideal für: Familien mit gemischten Geräten, die nur den Standort teilen möchten.

In Google Maps können Sie Ihren Standort mit ausgewählten Personen teilen. Die Standortfreigabe ist laut Google standardmäßig deaktiviert; wer sie erhält, sieht unter anderem Name, Profilbild, Standort und Akkustand. Bei Kinderkonten, die über Family Link betreut werden, verwalten die Eltern die Freigabe dort.

Preis: Teil von Google Maps; ein Google-Konto ist nötig.

Vorteile: Läuft auf Android und iPhone; jederzeit beendbar.

Nachteile: Reine Standortfreigabe, keine weiteren Elternfunktionen.

Life360 und Alternativen im Vergleich

LösungGeräteStandortWeitere FunktionenKosten
Life360iPhone, AndroidStandort im Kreis, Verlauf je nach StufeOrtsmitteilungen, FahrsicherheitKostenlos oder Abo
KidInspectorAndroid, Windows, MacStandortverlauf als Route (Android, Mac)Bildschirmzeit, Websites, App- und Website-Sperrenab 79,99 $/Jahr
Google Family LinkAndroid, ChromebookGerätestandort, FamilienorteElternaufsichtkeine Gebühren genannt
Apple „Wo ist?“iPhone, iPad, MacStandort in der FamiliengruppeGeräte findenkeine Gebühren genannt
Google MapsAndroid, iPhoneStandortfreigabe mit ausgewählten Personenkeinekeine Gebühren genannt

Häufige Fragen

Ja, es gibt eine kostenlose Version mit Standortteilen, 2 Tagen Standortverlauf und 2 Ortsmitteilungen. Längeren Verlauf und mehr Funktionen bieten die Abos Silber und Gold, die auf der deutschen Preisseite mit 5,99 € und 9,99 € angezeigt werden.

Das können wir nicht pauschal bewerten. Life360 nennt auf seinen eigenen Seiten Werbung und Partner als Teil des Geschäftsmodells und bietet in der App Einstellungen, um die Weitergabe einzuschränken, Daten anzufordern und das Konto zu löschen. Prüfen Sie diese Einstellungen direkt nach der Installation.

Laut Life360 entscheidet jedes Mitglied selbst, wer seinen Standort sieht. Unabhängig von der App sollten Sie die Ortung immer offen besprechen – die Initiative SCHAU HIN! rät, sie nur in Absprache mit dem Kind zu nutzen.

Das hängt von Ihren Geräten ab: Für reine Apple-Haushalte bietet sich „Wo ist?“ an, für Android-Kinder Google Family Link, für gemischte Geräte die Standortfreigabe in Google Maps. Wenn Sie neben dem Standortverlauf auch Bildschirmzeit und Websites im Blick behalten möchten, passt eine Kindersicherung wie KidInspector.

Nein, KidInspector ist kostenpflichtig ab 79,99 $ pro Jahr. Die Demo können Sie ohne Registrierung ansehen, und ein Konto zu erstellen ist kostenlos.

Nein. KidInspector läuft auf Android-Handys, Windows-PCs und Macs. Für iPhones kommen Apples eigene Funktionen wie „Wo ist?“ und die Familienfreigabe in Frage.

Erst ansehen, dann entscheiden

Vergleichen Sie selbst, ob Ihnen ein Standortverlauf mit Nutzungsübersicht mehr bringt als eine reine Ortungs-App. Die Demo öffnet sich ohne Registrierung.

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